Der Heide-Erlebnispfad
Der Heide-Erlebnispfad kann als Rundweg vom Parkplatz an der B 71 über den alten Bahndamm in gut 2 Stunden erwandert werden.
Gesamtlänge ab Parkplatz B 71 ca. 6,5 km.
An befestigten Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad berichten zahlreiche Stationen und Aussichtspunkte von der abwechslungsreichen Geschichte der Heidebauernwirtschaft bis in die Neuzeit, die diese Landschaft in Jahrhunderten geprägt haben.
Gleich zu Beginn der Wanderung am Parkplatz der B 71 wird die Geschichte der ehemaligen Bahnstrecke und ihrer ehemals wirtschaftlichen Bedeutung vom Beginn bis zu ihrem Ende im 20 Jahrhundert berichtet. (1) Hier beobachtet der Besucher Umwandlungsflächen, Ackerland in Heide (2), um die typische ehemalige Kulturlandschaft des Schnuckendorfes Neuenkirchen wieder entstehen zu lassen.
Das Bodenprofil (3) vom Ortstein über mächtige Dünensand Aufwehungen bis zur hauchdünnen Humusschicht charakterisieren die Bodenbeschaffenheit weiter Bereiche der Lüneburger Heide.
Hier entdeckt der Besucher den 11m im Durchmesser fassenden Spiegel von Valerij Bugrov „Himmel und Erde“, bei dem die vertrauten Grenzen wie oben und unten fragwürdig werden.
Über eine Abzweigung vom Bahndamm am Waldrand erreicht der Besucher das wiedererrichtete Werk des Künstlers Meier-Rogge. „Aufgebäumter Stamm“, 2006. Der hohe umgekehrte Baumstamm wird nur von dünnen Drahtseilen in Balance gehalten. Sie umspannen ein zeltartiges Raumvolumen, das man erlebt, wenn man hineingeht und hinaufschaut.
1. Entweder Sie folgen weiter dem Bahndamm um den „Schwarzen Dreck“ herum Richtung Soltau, durchqueren dichte Fichten und lichte Kiefern-Heidewälder und überqueren die Reith (5-9). Sie finden Informationen über ein Baumtelefon, Pflanzenarten, Heidschnucken und die Tier- und Vogelwelt der Region. Ein Lauschtrichter, Klanghölzer und ein Geräuschmemorie regen die Sinne an. (10-16)

Besteigen Sie am Ende des Dammes den Aussichtsturm (11). Der Blick schweift in die Ferne. An den Teichen rasten im Frühjahr und Herbst zahlreiche Wasservögel.
2. Vom Bahndamm führt eine Abkürzung zum Schäferhof. Das Lebensnetz der Wiese (29) zeigt, wie jede Pflanze mit jedem Tier in einem Zusammenhang steht. Benjeshecke, Spinnennetz, Flechten. Ekenbolten-Tuun und Immetuun. (28)
Der Besucher kann auf der historischen Hofanlage des Schäferhofes von Mai bis Oktober, Dienstag bis Sonnabend ab 17 Uhr den Eintrieb der Heidschnucken Herde erleben, wechselnde Ausstellungen im Heidehaus über die Kulturlandschaft und die Tierwelt unserer Heimatregion besichtigen und die Produkte des Schäferhofes erwerben.
3. Am Schäferhof beginnt der Heide-Erlebnispfad am „Hörstein“. Das Werk des Künstlers Ulrich Eller wurde vom Kunstverein Springhornhof 1995 erstellt. Reibende, kreischende Geräusche dringen aus dem Stein. Sie stehen im Gegensatz zur Schwere des Materials. Lauschen Sie einen Moment den Geschichten des Findlings aus dem Feuer durch das Eis in die Hände des Menschen.
Der Weg führt am Insektenhotel vorbei durch ehemalige Wanderdünen, entlang des Hahnenbachtales zur alten Heidefläche „Schwarzer Dreck“. (27-21)
Am Limbecker Weg regt ein Dendrophon (25) die Sinne an. Versuchen Sie mal zweistimmig zu intonieren.
Informationstafeln über Bienenwolf und Ameisenlöwen, Erika und Heidearten, das Plaggen sowie Magerrasen, Todholz, Kreuzottern, Ortstein und Wollgras informieren den Besucher. Die Heidelerche und der Ziegenmelker sind hier im „Schwarzen Dreck“ anzutreffen. (21-17)
Halten Sie einen Moment inne, bevor Sie den Rückweg antreten. Wir erinnern uns an die Worte des großen Heidedichters Herrmann Löns: „Laß Deine Augen offen sein, geschlossen Deinen Mund, wandere still, dann werden Dir verborgene Dinge kund.“
Wenn Sie am Schäferhof angekommen sind, ziehen Sie die Schuhe aus und entspannen Sie auf dem Barfuß-Wohlfühlpfad. Hier üben Sie den aufrechten Gang, wenn Ihre Füße federn, tasten, greifen.
Genießen Sie die Wohltat für Ihre Füße und den Körper.